Es rääned I mis Härz
Ich kann mich noch gut erinnern wie das war, als es kam, das «Rään» Fieber in mir. Ich war vor gut 10 Jahren zu einem Konzert von Florian Ast im friburgischen Flamatt eingeladen. Auf der Bühne bestritt eine Band mit komischem Namen (jedenfalls für Menschen die nicht im Sensebezirk zuhause sind) das Vorprogramm. Dass «Rään» gleichviel wie Regen bedeutet erfuhr ich erst später. Die Lieder, die Texte, die Instrumentierung und der Gesang faszinierten mich. Vom ersten Ton an «räänte» es in mein Herz. Nach dem Auftritt lernte ich die beiden Frontleute, die Zwillinge Erwin und Hugo kennen. Wir verstanden uns auf den ersten Blick und fachsimpelten sofort über Musik. Ihre und andere, und überhaupt. Später lernte ich auch ihren Bruder Gilbert und Cousin Eric kennen und erfuhr, dass «Rään» also eine Familien-Gruppe war, ergänzt mit Severin an der Gitarre und Barbara am Gesang. Dass die Väter der «Rään»-Buebe schon in der schweizerischen Volksmusikszene bekannt waren. Schon bald war ich als Luzerner in ihrer Gegend genauso zuhause und eine tiefe Freundschaft entstand zwischen mir und ihnen, ihren Familien und Kindern, mit denen ich inwischen mal Fussball spielte, Rad fuhr oder herumscherzte. Und ganz besonders stolz bin ich darauf, dass ich zu ihrem letzten Album 2 Texte beisteuern durfte. Damit ist schon vieles gesagt darüber, warum «Rään» und Ihre Musik, die permanent noch immer auf Radio DRS 1 gespielt wird, die Menschen so bewegt. Es ist das Familiäre. Die Lieder sind immer von einem Hauch Magie umgeben, sowohl von den bewegenden Texten als auch von den verzaubernden Melodien her. Und, hey Eric, das Akkordeon, hier Handorgel genannt und da wo ich herkomme (aus Travemünde an der Ostsee) Schifferklavier, war und ist mein Lieblingsinstrument! Dazu, genauso geliebte Klavier- und Streicherklänge, nebst den sonst «normalen» anderen Instrumenten und dem harmonischen Gesang. Zusammen verursacht diese besondere Mischung irgendwie Herzklopfen. Man höre «Oberlann» und weiss wo sie herkommen, man lausche «Bärge» um zu wissen wo sie zuhause sind. Und als Fribouger singen sie als «bilengue» in französisch «Egaré». «Nume Muet» hat mir selber schon öfters Mut gemacht und «Laa mi no chli» (bi dier si) sagt alles über das Miteinander von uns Menschen. Unter den 14 Liedern aus ihren bisherigen Alben (eine schwierige Wahl die nach einer 2. Best Of CD ruft) sind nun auch 3 neue Titel erstmals auf dieser CD enthalten, die das ganze für «Rään» typische Songspektrum bietet. Am besten hört man sich alles unter einem «Öpfubuum» in der Natur an.
De Hümu stiit stüu, wenn ich sie höre. Verstanden? Ich schon.